TERMINE

Mo, 30. April 2018, 19.15 Uhr
Ein Abend für die REIHE
mit Ingrid Fichtner und Christian Haller
Begrüssung: MB (Herausgeber)
Moderation: Hanspeter Müller-Drossaart
Theater Stok Zürich, Türöffnung 18.30 Uhr
(Hirschengraben 42)









Nein zu «No Billag» - Ja zur Demokratie!

Man braucht nicht die Geschichte zu bemühen, um zu erkennen, dass das Ende der Demokratie da beginnt, wo die Unabhängigkeit der Medien aufhört. Nichts weniger als diese Unabhängigkeit der Medien steht mit der aktuellen No-Billag-Initiative auf dem Spiel. Klingt dramatisch. Ist es auch. Denn nur unabhängige, öffentlich-rechtliche Medien sind in der Lage, privaten Medien-Impresarios die Stirn zu bieten, der zerstörerischen Fake-news-Kultur schonungslose Objektivität entgegenzuhalten und – nicht zuletzt – unsere kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Minderheiten zu schützen.

Mit solch wichtigen, wesenhaft demokratischen Errungenschaften spielt man nicht!

Anders gesagt: Wer am 8. März 2018 für die Annahme der No-Billag-Initiative stimmt, zerstört nicht nur die Vielfalt der Schweizer Medienlandschaft, sondern setzt fahrlässig und kurzsichtig zentrale demokratische Grundwerte aufs Spiel.

Wir dürfen die öffentliche Meinung der kulturell und gesellschaftlich vielfältigen Schweiz nicht privaten Profitmaximierern überlassen.
– Wer es dennoch tut, begeht letztlich Verrat an den Werten der Demokratie – und an sich selbst.


Christian Haller, Klaus Merz, Andreas Neeser, Markus Bundi





WIRKLICHKEIT IM NACHSITZEN

Markus Bundi
Ein Essay zur Ästhetik in Franz Tumlers Spätwerk
Haymon Verlag, Innsbruck 2018
ISBN 978-3-7099-3421-0

In diesem Essay richtet MB sein Augenmerk auf Franz Tumlers eigenständiges ästhetisches Programm, das sich der aus Südtirol stammende Schriftsteller über
die Jahre der Neuorientierung nach dem Zweiten Weltkrieg erarbeitet hat. In diesen Texten – von Nachprüfung eines Abschieds (1961) bis hin zu Gründe für Abwesen-
heit (1974) – offenbart sich eine Erzählhaltung, deren oberste Maxime es ist, Empfindungen der Wirklichkeit entsprechend wiederzugeben. m Schreibend-Erinnern etabliert sich mitunter ein Bewusstsein, das nicht zuletzt die Differenz zwischen Empfindung und Verhalten offenlegt, Wirklichkeit im Nachsitzen konstituiert und Wahrhaftigkeit einfordert.

erscheint im März 2018





PLANGLÜCK

Markus Bundi
Erzählungen
Klöpfer & Meyer Verlag, Tübingen 2017.
ISBN 978-3-86351-453-2

Vom Wagnis glücklich zu sein: In seinem jüngsten Erzählband lotet Markus Bundi aufs Neue die Verheerungen menschlichen Daseins aus, sei dies angesichts des Todes, einer knapp über dem Kopf schwebenden Drohne, oder sei es auch nur während der Begegnung mit einem eigenartigen Nachtwächter. Der eine weiß nicht, was er alles seinem Hausgeist verdankt, der andere, ein Fischer ohne Beute, badet scheinbar seins- und selbstvergessen den Wurm. Mit anderen Worten: Es geht um Sinnlichkeit und Vergeblichkeit, um den Versuch in einem Aufzug zum Mittelpunkt der Erde unbeschadet die andere Seite zu erreichen.

„Was andere Autoren auf einer ganzen Seite nicht erzählen, erzählt Markus Bundi in einem einzigen Satz.“ Matthias Politycki